Freunde und Förderer der Garnison Freyung e.V.
Bundeswehr Preisverleihung
Kommandeur Dr. Dan Tomuzia (3. v. r.) überreichte an 2. Vorsitzenden Sebastian Schlutz (v. l.), 3. Vorsitzenden Gordon Pawlik und 1. Vorsitzenden Karl Matschiner sowie Ehrenvorsitzenden Josef Leutzinger ein "Rollup" als Dauerleihgabe des Bataillons. Stellvertretender Landrat Franz Brunner hob in seinem Grußwort die Bedeutung der Bundeswehr für die Zivilgesellschaft besonders hervor. - Foto: Rainer Rathmann

"Freunde und Förderer" beschließen Neuerung

Bei der Versammlung der Unterstützer der Garnison Freyung geht es auch um die Aufgaben des Geschäftsführers

Von Rainer Rathmann

Freyung. Bei der Jahreshauptversammlung der „Freunde und Förderer der Garnison Freyung“ im Offiziersheim ist ein Novum beschlossen worden: Ab 2025 soll die Satzung geändert werden. Die Arbeit des bisherigen Geschäftsführers soll dann auf die Schultern von Schriftführer und Kassier als Mitglieder der Vorstandschaft verteilt werden. Die Anwesenden segneten zudem für 2024 ein Finanzvolumen von 4500 Euro ab.

- Verein als wichtigews Bindeglied -

Karl Matschiner, 1. Vorsitzender der „Freunde und Förderer“, hieß 28 erschienene Mitglieder, darunter neu Alexandra AulingerLorenz (Caritas), Max Rosenberger (Bürgermeister Hutthurm) und Bürgermeisterin Dr. Carolin Pecho (alle drei neu im Kuratorium) zur Mitgliederversammlung willkommen. Auch stellte er Stephan Leutzinger als IT-Beauftragten und „Webmaster“ vor.
Höhepunkt war die Verleihung des Preises „Bundeswehr und Gesellschaft“ in der Kategorie Gebietskörperschaften an die Stadt Freyung; der Ehrenvorsitzende Josef Leutzinger begleitete Stadtoberhaupt Dr. Olaf Heinrich zur Preisverleihung durch Verteidigungsminister Boris Pistorius.
Geplant ist für den 4. April ein Besuch des Hauptsponsors in der Kaserne mit Führung und Besuch der Regionalausstellung, so Matschiner in der Überleitung zur Kassenprüfung. In einer Gedenkminute für Heinrich Schmidhuber wurde stellvertretend aller verstorbenen Mitglieder gedacht.
In seinem Grußwort stellte Kommandeur Oberstleutnant Dr. Dan Tomuzia heraus, dass der Verein der „Freunde und Förderer“ das Bindeglied zwischen Zivilgesellschaft und Bundeswehr darstelle. Nach einem kurzen Backup der bisherigen militärischen Aktivitäten mit Chefwechsel 2. Kompanie und Übungsplatzaufenthalt der 3. Kompanie folgen heuer noch eine Prüfung des technischen Materials sowie eine zweiwöchige „freilaufende“ Übung. Abschließend bedankte sich der Freyunger Kommandeur für die Unterstützung der son und übergab ein „Rollup“ als Dauerleihgabe des Bataillons.

- Mögliche Rückkehr zur Wehrpflicht als Thema -

Für stellvertretenden Landrat Franz Brunner kann die Bedeutung der Bundeswehr nicht hoch genug geschätzt werden. Die Kameradschaft, die man in der Bundeswehr erfahre, würde unserer Zivilgesellschaft manchmal ganz guttun. Auch wäre durchaus Respekt für die Arbeit von Polizei und Regierungen angebracht. Außerdem ging Brunner auf eine mögliche Wiedereinführung der Wehrpflicht ein, die derzeit diskutiert wird. Der Vorteil der Wehrpflicht sei es gewesen, so Brunner, dass die gesamte Breite der Gesellschaft in den Reihen der Soldaten abgebildet war.
Weiter ging es mit Infos zur Anzahl der Mitglieder und zu Investitionen. Aktuell ist die Zahl auf 208 gestiegen. 2023, so der Tätigkeitsbericht, wurden investiert: je 500 Euro für die vier Tafeln im Landkreis, mit rund 1000 Euro wurde das „Sommerbiwak“ unter stützt, traditionell beteiligten sich die Garnisonsfreunde mit 500 Euro am Förderpreis, das Bündnis für Aufgeschlossenheit erhielt 300 Euro für eine Aktion im Rahmen der Landesgartenschau, 300 Euro Zuschuss gab es zur Bataillonsübergabe, die Kosten der Verpflegung bei der Patenschaftsfeier der dritten Kompanie mit 256 Euro wurden übernommen, 200 Euro für das traditionelle „Liebesmahl“ bereit gestellt und die Startgebühr für fünf Soldaten ein Sportevent bezuschusst. Alles zusammen, so die Abrechnung, waren 4690 Euro.

- Heuer Investitionen von 4500 Euro geplant -

Der Kassen- und Kassenprüfbericht bestätigte eine ordnungsgemäße Buchhaltung. So konnte Ehrenvorsitzender Josef Leutzinger auch für Mitprüfer Markus Starke die Entlastung beantragen, die einstimmig beschlossen wurde.
2. Vorsitzender Sebastian Schlutz informierte über die geplanten und vom Kuratorium vorgeschlagenen Investitionen 2024 in Höhe von 4500 Euro. So wird das Begrüßungspaket der Stadt Freyung für zuversetzte Soldatinnen und Soldaten mit 500 Euro mitgeschnürt, für die bereits erfolgte Übergabe der zweiten Kompanie gibt es 300 Euro, fürs „Liebesmahl 2024“ stehen ebenso 250 Euro zur Verfügung wie fürs Jubiläumskonzert des Kulturkreises zum 40-jährigen Bestehen, das Filmprojekt „Mythos Böhmerwald II“, Besuche der Mittelstufen in der Regionalausstellung, als Zuschuss zur Renovierung des Kriegerdenkmals Kreuzberg sowie den Aktionstag „Menschen mit Handicap“.
200 Euro gibt es für die Aktion „Jugenddemokratiefestival“ und ebenfalls 200 Euro werden in das Sonderkonto „Gold-gelb“ umgebucht. 100 Euro stehen wieder für Startgebühren abrufbereit und der größte Posten stellt mit 1200 Euroder Zuschusszum „Sommerbiwak 2024“ dar. So kommt laut Schlutz das Volumen von 4500 Euro zusammen, das von der Mitgliederversammlung einstimmig abgesegnet wurde.
Seit 1987 wurden fast 140 000 Euro für Garnison und Umfeld investiert. Über 67 000 Euro gingen in die Garnison, mit über 30 000 Euro wurden die Garnisonsfreunde ihrer kulturellen sowie mit knapp 26 000 Euro ihrer caritativen Verpflichtung gerecht. Über 7000 Euro wurden - vorrangig in den ehemaligen Skizug der Garnison - im sportlichen Bereich investiert und mit rund 5000 Euro staatsbürgerliche Aktivitäten finanziell unterstützt. Und natürlich wurden aus dem Hilfsfonds „Gold-gelb“ 1000 Euro im Jahr 2012 sowie 2100 Euro im Jahr 2021 an unbürokratischen Soforthilfen an verletzte Soldaten ausbezahlt.
Nach so vielen Zahlen ging Karl Matschiner auf eine erforderliche Neuausrichtung des Vereins ein. So berichteteer mit Blick auf 2025, dass die Arbeit des bisherigen Geschäftsführers auf die Schulternvon Schriftführer und Kassier als Mitglieder der Vorstandschaft verteilt werden sollen. Bei der Mitgliederversammlung 2025 soll die Satzungsänderung einschließlich einer Regelungfür die Ehrenamtspauschale beschlossen und die neuen Positionen sofort besetzt werden. Die Vorstandschaft wurde einstimmig mit der Vorbereitung beauftragt.